Kilians Urban Shadows

"Geisterschiff läuft in Hafen ein"

One year after...

Ca 1 Jahr nachdem Jackson in den Abyss gegangen ist…

Nachdem sie keine Möglichkeit finden konnten Alfonse zurück zu holen hat Alastair den Kontakt den anderen beiden einschlafen lassen. Es war eine natürliche Folge nachdem sein Frustlevel mit jedem weiteren Fehlversuch immer weiter stieg.
Rod hat den Kontakt zu Mo selbstverständlich gehalten und seien es auch nur nächtliche betrunkene Anrufe oder Besuche.
Mo hingegen hatte Alastair sehr genau im Auge behalten – gestalkt ist so ein unschönes Wort. Sie wollte einfach sicher gehen dass er nicht völlig eskalierte oder Hilfe bei seinem Dämonenproblem brauchte.

Gelangweilt verfolgt Mo die Nachrichten, als ein Beitrag im Newsticker ihre Aufmerksamkeit erregt: Völlig unbemanntes Frachtschiff läuft in Hafen ein. Von der Mannschaft keine Spur.
Uhhhh, wenn das mal nicht interessant klingt. Von Neugierde getrieben fährt sie ins Lazarus und bombardiert Con mit Fragen darüber. Nur leider ist der Dämon nicht halb so fasziniert wie sie und daher ist das Gespräch ziemlich schnell beendet.
Schmollend zieht sie ihr Handy raus und ruft Jonathan an, aber zu ihrer Enttäuschung erhält sie die Bandansage, dass diese Nummer nicht vergeben ist. Kurz überlegt sie sicherheitshalber seine Wohnung zu stürmen, falls er wieder in Schwierigkeiten ist. Aber wenn sie ehrlich ist war Jonathan noch nie der stabilste und sie ist schließlich kein scheiß Babysitter für kleine Kiffer. Hmpf.

Alastair verpasst den Trubel um das mysteriöse “Geisterschiff” komplett – schließlich hat er wichtige Dinge zu erledigen – und Rodriguez ist ihnen allen weit voraus, denn er feiert schon auf der ersten Mottoparty wo ein findiger Clubbesitzer direkt am Hafen schon sein Kapital daraus schlägt. Willkommen in New York.

Deutlich angetrunken geht Rodriguez nach draußen um frische Luft zu schnappen. Nachdem er auf einen Container geklettert und sich ins Hafenbecken erleichtert hat, beschließt er aus reiner Neugierde mal eben auf DAS Schiff zu flattern. Eine halbe Stunde später klingelt Mo´s Telefon und Robert Lando teilt ihr mit, sie könne den Verrückten bei ihm abholen.
Trotz der Umstände freut Mo sich ihn zu sehen und nach einem kurzen Smalltalk sagt Lando zu ihr “…aber wenn du schonmal da bist, könntest du dir die Sache ja mal ansehen. Was meinst du?”. Sie gibt sich Mühe ihre Begeisterung nicht allzu offen zu zeigen, scheitert aber kläglich. Allerdings war es auch wirklich nicht leicht dem erfahrenen Cop etwas vorzumachen, er grinst.

Lando ist immer wieder überrascht wie sympathisch die Dämonenjägerin ist. Das musste ein echt harter Job sein den sie da machte, aber ihr Pokerface musste das mieseste auf dem Planeten sein. Vermutlich der ganzen Milchstraße. Andererseits war Verhandlungsgeschick in diesem Sektor wohl auch nicht das bevorzugte Attribut – und ihre restlichen Attribute waren wirklich 1A. Ließ sich nicht viel verstecken unter diesem Lackoutfit. Back to business. Er hat noch ein paar Sachen zu erledigen, aber in zwei Stunden verspricht er sie auf die Brücke zu schmuggeln und wirft ihr die Schlüssel für el Galacho’s Handschellen zu.

Rodriguez ist begeistert: endlich wieder ein Abenteuer mit seiner hübschen Blume. Doch sie fahren weg vom Ort des Geschehens und sie weigert sich auch strikt ihm die Handschellen abzunehmen – warum? Und statt wie erhofft Fesselspiele zu frönen schleppt sie ihn in ein Cafe, sehr enttäuschend. Aber als ein dampfender Eimer Kaffee vor ihm steht stürzt er sich enthusiastisch auf das köstlich duftende Getränk. Eine halbe Stunde später fühlt er sich auch schon deutlich nüchterner. Auch enttäuschend, aber es scheint Mo glücklich zu machen. Na schön.

Währenddessen beschäftigt sich Mo mit ihrem Handy und Alastair muss die Unterbrechung seiner Gedanken duch das nervtötende Geräusch seines Nachrichtentons ertragen. Er ignoriert es. Das gut er auch noch weitere fünfmal. Ding. Ding. Ding ding ding. Kurze Pause. Ding ding ding ding ding… Als er kurz davor ist das blöde Ding einzuschmelzen unterbricht er seine Arbeit und sieht nach wer sich denn so dringend einen langsamen und schmerzhaften Tod wünscht. Es ist Mo. Natürlich. Wer sonst würde ihn mit “Poke”. “Poke. Poke. Poke. Poke” so lange reizen bis er anrief. Biest.
Eine Stunde später trifft er sich mit ihr am Hafen um sich dieses dämliche Geisterschiff mit ihr anzusehen das er bisher so erfolgreich vermieden hatte zu beachten. Na wenigstens war diesmal diese Plage Rodriguez nicht dabei.

Mo erwartet ihn bereits am Pier und erkennt den Moment in dem er Rod erblickt exakt, als sein Gesichtsausdruck von milde genervt zu mörderisch wechselt. Die beiden haben gerade begonnen sich zu zanken, als sie von Lando abgeholt werden. Erst jetzt nimmt Mo Rod die Handschellen ab und gibt sie dem Detective zurück. Gemeinsam gehen sie an Bord der
SS Ourang Medan und Robert gibt ihnen die paar spärlichen Details die sie haben nämlich dass es so aussieht als sei sämtliches organisches Material an Bord entfernt worden. Nicht das kleinste Bisschen sei zu finden. Er wünscht ihnen Glück und lässt sie allein. Abgesehen von ein wenig Ausrüstung der Spurensicherung gibt es nicht viel zu sehen und während sich Rod und Alastair hinter ihr schon wieder streiten beschließt Mo sich als erstes die Kajüten genauer anzusehen. Sie sind sauber und leer, keine persönlichen Gegenstände, keine Fotos, keine Pinups, absolut nichts. Zusammen mit den beengten Verhältnissen und dem düsteren Licht ergibt das eine äußerst unheimliche Stimmung. Systematisch arbeiten sie sich zum Steuerraum vor, wo Rod verkündet dass es hier nach Sushi schmecke: salzig und irgendwie algig. Weil es Rod ist reagieren weder Magier noch Jägerin darauf und Mo bückt sich nach einem Bodenpaneel. Irgendwie ist es ihr ins Auge gesprungen weil dort eine Verschraubung fehlt. Nach kurzer Untersuchung nimmt sie das Brett heraus und findet so eine Art Schiffsschreiber, Ha! Alastair wird das seltsame Gefühl nicht los, dass das Ding gefunden werden WOLLTE. Mit triumphierendem Gesichtsausdruck holt sie das Gerät aus seinem Versteck und spielt die Aufzeichnung ab: “…aus Singapur ausgelaufen”. Es folgt eine kurze Pause, dann hört man ein Knacken und das panische Gestammel einer anderen Stimme “Kapitän und Offiziere sind tot. Brauchen Hilfe!” und kurz darauf: “Ich sterbe”. Ende der Bandansage.

Alastair spürt, dass eine magische Präsenz von dem Ding ausgeht und kanalisiert seine Kräfte. Er schließt den seltsamen silbrigen Nebel in einer Kuppel ein um seine Flucht zu verhindern, nur leider schießt das Ding jetzt genau auf ihn zu. In einem hilflosen Versuch Alastair zu schützen springt Mo in den Weg und wird an seiner statt davon getroffen.

Keuchend nimmt sie das Blutbad um sich herum wahr. Überall liegen Leichen oder Teile davon, sie sind buchstäblich zerfetzt worden. Blut tropft von jedem Vorsprung und der Boden ist glitschig davon. “Sie sind alle tot” haucht sie fassungslos. Ihr ist nicht ganz klar was vor sich geht und dass sie nicht darauf schießen kann macht ihr zusätzlich Angst. Feuer! Der beißende Geruch ist unverkennbar und ein verräterischer Lichtschein dringt aus dem Maschinenraum. Sie bekommt Panik und beginnt zu hyperventilieren.

Alastair und Rodriguez beobachten hilflos, wie der unheimliche Silberschimmer auf Mo übergeht. Ihre Augen leuchten unheimlich, keuchend und mit abgehackter Stimme erzählt von Leichen, Blut und Feuer. Ihre Atmung geht zunehmend schneller und sie scheint langsam durchzudrehen. Alastair überlegt fieberhaft, dann fällt ihm ein er könnte den Zauber von eben einfach umdrehen um die Präsenz wieder aus ihr auszutreiben, er konzentriert sich. Es funktioniert, aber noch während ihm vor Erleichterung ein riesiges Gewicht von der Seele fällt nimmt er Rauchgeruch wahr. Es brennt tatsächlich und zwar aus dem Maschinenraum! Creepy.

Mo tritt direkt die Flucht zur Reling an, muss aber feststellen dass das Schiff abgelegt hat und im Begriff ist aus dem Hafen auszulaufen. Panisch setzt sie über das Funkgerät das er ihr mitgegeben hatte einen Hilferuf an Lando ab. Er versichert ihr gerade, dass er die Rettung alarmiert hat, als die Funke von Alastairs Magie gegrillt wird mit der er versucht das Feuer zu löschen. Keine Sekunde zu früh, denn Rod ist schnurstracks darauf zugelaufen in der Annahme, das Ganze müsse sich nur um eine Illusion handeln. Nachdem er sich aber beim Versuch hineinzufassen fast die Finger verbrennt muss er seine Theorie wohl noch einmal überdenken. Kurz darauf wird es von einer Welle von Alastairs Magie erstickt. Als sei überhaupt nichts gewesen bleibt Rodriguez stehen wo er ist und wartet auf die beiden. Dann teilt er ihnen umstandslos mit dass das Feuer nach Blaubeeren gerochen habe. In Alastairs Gesicht zuckt ein Muskel und Mo hält es für angebracht an dieser Stelle einzuhaken, da der Magier bei dem Museumscoup nicht dabei gewesen ist und von Rodriguez’ neuer schräger Fähigkeit Magie riechen oder schmecken zu können, nichts wissen kann. Sie gibt ihm eine kurze Erklärung, aber Blaine sieht nicht überzeugt aus. “Wonach riecht meine Magie?” fragt er misstrauisch. Der Fae grinst “nach Scotch und Honig”. Ein seltenes Lächeln erhellt Alastairs Miene bevor er sich wieder der Brandstelle zuwendet. “Na schön, Blaubeeren sagst du…” und damit ist das Thema beendet. Sie stehen nun mächtig unter Druck. Landos Rettungstrupp musste jeden Moment hier eintreffen und ihnen läuft die Zeit davon. Wie ein Drogenhund macht Rod sich auf die Suche nach der Quelle und tatsächlich findet er ein verstecktes Kompartment in der eine kleine Statue verborgen ist. Es ist die Figur einer asiatisch aussehenden Frau mit vier Armen. Er leckt daran. Uäääh. Aber er nickt zufrieden – nun absolut überzeugt davon dass sie die Quelle des Feuers war – und übergibt sie Alastair. Keine Sekunde zu früh, denn da hören sie schon Landos Stimme der nach ihnen ruft.

Mit einem Speedboot war er der Rettungsmannschaft voraus geeilt um sie unbemerkt von Bord zu schmuggeln bevor man sie entdeckte. Immerhin war das eine inoffizielle Konsultation gewesen und er würde sonst mächtig Ärger bekommen. Er ist ein wenig verärgert über den Aufruhr den sie ausgelöst hatten, aber Moriko´s schuldbewusste Miene war einfach unbezahlbar und damit allemal wert. Außerdem waren die Dinge die sie herausgefunden hatten durchaus interessant. Jedenfalls ist er ziemlich froh dass sich dieses Artefakt nun in der Obhut des Magiers befindet und damit nicht mehr sein Problem ist.
Nachdenklich dreht er das Aufzeichnungsgerät in den Händen das Mo ihm übergeben hat. Zeit ein paar Berichte zu fälschen.

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HelgeHudel eenara

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